Technologie & Produkte

Handführung, Bildverarbeitung und Kraftregelung

Von der Handführung über Bildverarbeitung bis zur Kraftregelung: Diese Technologien und Produkte setzt MRK-Systeme in Roboteranwendungen ein.

01 · Produkt – SafeGuiding

Roboter intuitiv von Hand führen

Einfach bewegen. Schnell teachen. Flexibel automatisieren.

SafeGuiding ist ein von MRK-Systeme entwickeltes Technologiepaket für KUKA-Industrieroboter – einsetzbar mit allen KUKA-Steuerungen und für Roboter aller Traglasten. Es verbindet manuelle Führung und Automatik sinnvoll verbindet. Bewegungen lassen sich direkt am realen Roboter einlernen – dort, wo der Prozess stattfindet. So wird aus einer Roboterbewegung schnell ein teachbarer Ablauf, ohne sich ausschließlich auf die Offline-Programmierung und deren virtuelles Abbild verlassen zu müssen.

Mitarbeiter führt einen KUKA-Industrieroboter mit SafeGuiding-Handgriff von Hand an einem Motorblock

Unterstützung bei anspruchsvoller Handhabung

SafeGuiding kann Roboter aber auch als handgeführte Hebe- und Positionierhilfe einsetzen. Große oder schwere Bauteile lassen sich so intuitiv bewegen und ausrichten. Auch geführte Bewegungen per Joystick sind möglich – beispielsweise entlang einer definierten Bahn oder zur ergonomischen Bauteiljustage. Je nach Prozess können automatische Schritte und manuelle Führung in einem teilautomatischen Ablauf wechseln.

Mitarbeiter bewegt per Handbediengerät einen KUKA-Roboter, der einen schweren Motorblock positioniert

Bewegungen einfach einlernen

Für das Teachen kann der Roboter manuell geführt werden, zum Beispiel über einen Kraft-Momenten-Sensor. Punkte oder ganze Bahnen lassen sich in den beschriebenen Anwendungen auch per Bedientaster aufnehmen. Werden Punkte regelmäßig erfasst – etwa alle 2 mm –, kann daraus eine programmierte Bahn entstehen. Das erleichtert das Einlernen wiederkehrender Bewegungen und ermöglicht eine einfache Bedienung auch für Fachkräfte, die keine Roboterprogrammierer sind.

Mitarbeiter mit Schutzvisier führt einen Roboter mit Kraft-Momenten-Sensor entlang eines Bauteils

Passend zur Anwendung konfiguriert

Zusätzlich kann integrale oder periphere Sensorik helfen, Endpositionen anzusteuern oder die Umgebung zu erfassen. In manchen Kundenprojekten kommen außerdem angepasste Bedienoberflächen zur Interaktion mit dem Betreiberpersonal zum Einsatz. Sichere Bewegungsführung wird in Einklang mit Schutz-, Arbeits-, Überwachungsräumen und Geschwindigkeiten gebracht.

Das Ergebnis: Bewegungsabläufe direkt am realen Prozess einlernen, Bauteile intuitiv führen und Automatisierung gezielt um manuelle Eingriffe ergänzen. Welche Sensorik, Bedienung und Sicherheitsfunktionen eingesetzt werden, richtet sich nach der jeweiligen Anwendung.

SafeGuiding macht Roboterbewegungen unmittelbar erfahrbar – für flexibles Teachen und ergonomische Handhabung.

02 · Technologie – Bildverarbeitung

Wenn Roboter sehen, wird Automatisierung flexibler

Bildverarbeitung, Physical AI und KI für die Produktion von morgen.

In der realen Produktion ist nicht immer alles exakt gleich: Werkstücke liegen unterschiedlich, Oberflächen verändern sich und Prozesse müssen auf neue Situationen reagieren. Bildverarbeitung und KI erweitern Robotik um eine entscheidende Fähigkeit: Informationen aus der Umgebung aufzunehmen, einzuordnen und für den nächsten Arbeitsschritt zu nutzen.

Physical AI bringt diese Intelligenz in die physische Welt. Kameras und Sensoren erfassen, was um den Roboter herum geschieht. Software interpretiert die Daten und unterstützt den Roboter dabei, seine Bewegung an die jeweilige Situation anzupassen. So entstehen Automatisierungslösungen, die über fest programmierte Abläufe hinausgehen können.

MRK-Systeme GmbH verbindet Robotik mit einem breiten Partnernetzwerk für industrielle Bildverarbeitung und KI, z.B.:

Roboception entwickelt z.B. 3D-Robot-Vision, mit der Roboter ihre Umgebung räumlich wahrnehmen und Aufgaben autonomer ausführen können. Wo es darauf ankommt, Objekte dreidimensional zu erfassen und ihre Lage im Raum zu berücksichtigen, schafft diese Technologie eine wichtige Grundlage für flexible Roboteranwendungen.

KUKA-Roboter mit Roboception-3D-Kamera greift Kunststoffteile aus Kleinladungsträgern

Cambrian kombiniert u.a. KI mit 3D-Vision. Funktionen wie 6D-Posenschätzung und intelligente Bahnplanung unterstützen anspruchsvolle Anwendungen – darunter Bin Picking, Montage und Kabelhandhabung. So können Roboter auch Aufgaben übernehmen, bei denen Werkstücke und Bewegungswege eine besondere Herausforderung darstellen.

Cobots mit Cambrian-3D-Vision-Kameras an einer Montagestation

Micropsi bringt mit MIRAI primär KI-gestützte Bewegungsführung in die Robotik. Die Software hilft Robotern, mit Abweichungen bei Position, Form, Farbe, Beleuchtung oder Hintergrund umzugehen. Das eröffnet Automatisierungsmöglichkeiten für Prozesse, in denen starre, exakt wiederholte Bedingungen nicht immer gegeben sind.

Roboter steckt mit KI-gestützter Bewegungsführung einen Kabelstecker

SICK bietet ein vielseitiges Portfolio für industrielle Bildverarbeitung – von 2D- und 3D-Vision-Sensoren bis zu Softwarelösungen. Je nach Anwendung unterstützen die Technologien beim Erkennen, Positionieren, Prüfen, Messen und Identifizieren.

SICK-Vision-Sensor an einem Cobot mit Greifer

Welche Technologie am besten passt, hängt mitunter von Werkstück, Prozess und Produktionsumgebung ab.

MRK-Systeme bringt die passenden Bausteine zusammen – als ganzheitliche durchdachte Automatisierung, die sehen, interpretieren und handeln kann.

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03 · Technologie – Kraftregelung

Robotik mit Fingerspitzengefühl

Präzise fügen. Gleichmäßig bearbeiten. Flexibel reagieren.

Wenn Bauteile nicht exakt gleich liegen oder Oberflächen variieren, zählt mehr als eine präzise Position. Kraft-Momenten-geregelte Roboterapplikationen erfassen die wirkenden Kräfte und Drehmomente und passen ihre Bewegung daran an. So wird aus einem starren Ablauf ein Prozess, der auf den Kontakt mit dem Werkstück reagiert.

KUKA-Leichtbauroboter bei einer kraftgeregelten Oberflächenbearbeitung

Ob Fügen, Einsetzen, Schleifen oder Polieren: Die Regelung hilft, Kontaktkräfte gezielt zu dosieren und innerhalb des ausgelegten Regelbereichs Bauteil- und Lagetoleranzen auszugleichen. So lassen sich empfindliche Komponenten schonender handhaben und Bearbeitungsprozesse gleichmäßiger gestalten.

Kraftgeregeltes Fügen einer Welle mit Verzahnung in ein Gehäuse

Die passende Lösung für Ihren Roboter

KUKA.ForceTorqueControl ermöglicht in Verbindung mit einem Kraft-Momenten-Sensor das gezielte Regeln von Prozesskräften und Drehmomenten. Ob Montage, Schleifen oder Polieren: Vorgegebene Soll-Werte bilden die Grundlage für kontrollierten Werkstückkontakt und gleichmäßige Bearbeitung.

Force Copilot vereinfacht die Programmierung kraftgeregelter Anwendungen auf kompatiblen Universal-Robots-Systemen. Funktionen zum Finden von Oberflächen, Ausrichten und Einfügen unterstützen anspruchsvolle Montageaufgaben. Einstellbare Nachgiebigkeit und Kraftregelung eröffnen zusätzliche Möglichkeiten in der Oberflächenbearbeitung.

KUKA-Roboter führt ein Bauteil kraftgeregelt an einem Bandschleifer entlang

Spürbare Vorteile für Ihren Prozess

Je nach Anwendung lassen sich Lage- und Bauteiltoleranzen ausgleichen, mechanische Belastungen reduzieren und empfindliche Komponenten schonender handhaben. Das unterstützt reproduzierbare Qualität und eine flexiblere Automatisierung. Welche Lösung passt, richtet sich nach Roboterplattform, Sensorik und Prozessanforderungen.

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